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Faire Woche Ettlingen 2016

Ist mal wieder bisschen off-topic aber das seid ihr ja schon gewöhnt… 😉 Am Sonntag, 25.9.2016 biete ich zusammen mit meinen Mädels einen Bastelstand beim Ettlinger Kinderfest an. Thema ist die Faire Woche. Ettlingen ist seit 2015 Fairtrade Town. Beim Kinderfest basteln wir mit Recycling-Materialien und informieren über das Thema Fairer Handel und wo man in Ettlingen fair gehandelte Produkte kaufen kann.

Kinderfest Ettlingen 2016

Links

Hier findet ihr alle Links rund um das Thema Fairer Handel und Nachhaltigkeit, die wir an unserem Stand vorstellen:

 

Einkaufstipps

 

Projekte rund um das Thema Fairer Handel

 

Videobeiträge

Miki Mistrati über Kindersklaven auf Kakaoplantagen:

Hannes Jaenickes Beitragsserie über fair gehandelte Produkte:

 
 

Ein ganz dickes Dankeschön schicken wir an UHU in Bühl, die uns ein riesiges Paket Kleber aller Art für den Bastelnachmittag gespendet haben und an den Weltladen Ettlingen für die große Unterstützung und die Probeschokolade! 🙂

 
 


Übersicht Scribble Tools 1

Es ist eine Weile her, dass ich was über Scribble Tools geschrieben habe. In der Zwischenzeit hat sich vor allem in Sachen Mobile und Responsive Design Konzeption einiges getan, deswegen möchte ich euch eine Übersicht aller Scribble Tools vorstellen, die ich aktuell einsetze. Eine Anmerkung noch vorab: Bis auf Papier und eine iPad App arbeite ich zum Scribbeln komplett unter Windows:

Scribbles mit Stift und Papier oder am Whiteboard

Die ersten groben Ideen zu einem Produkt sammle ich fast immer „offline“ mit Stift und Papier. Nachdem ich die ersten 2-3 Hauptansichten des Produkts grob skizziert habe, steige ich auf „Online“ Tools um.

  • Ideen sammeln: Mit Stift und Papier kann ich mich auf die Produktidee konzentrieren, ohne von irgendwelchen technischen Problemen abgelenkt zu werden (die ja immer auftreten, wenn man am PC arbeitet… ;-). Zu Stift und Papier greife ich auch, wenn ich mich während der Feinkonzeption an einem komplexen konzeptionellen Problem festgebissen habe. Dann wirkt eine „Bildschirmpause“ oft Wunder.
  • Arbeiten in der Gruppe: Gestaltet man einen Entwurf in einer Gruppe, bieten sich Flipchart oder Whiteboard an, damit alle gut sehen können.
  • Ideenfindung mit dem Kunden: In der direkten Zusammenarbeit mit dem Kunden haben einfache, handgezeichnete Scribbles den Vorteil, dass sie mehr Raum für Diskussionen lassen. Sieht ein Entwurf zu aufwändig und perfekt aus, trauen sich Kunden häufig nicht, Änderungswünsche zu äußern.
Scribble mit Papier und Stift

Scribble mit Papier und Stift

Schnellcheck Papier Scribbles

  • Für erste Ideen, schnelle Grobentwürfe und Gruppenarbeit
  • Sehr günstig!
  • Positiv: Ablenkungsfrei, schnell und günstig
  • Negativ: Änderungen sind aufwändig, Elemente können nicht mehrfach benutzt werden

 

Powerpoint Scribbles

Powerpoint setze ich ein, wenn ich Grobentwürfe im Rahmen einer Präsentation vorstelle. Auch wenn es absehbar ist, dass es mehrere Abstimmungsrunden zu einem Grobentwurf gibt, nutze ich Powerpoint, um die Änderungen leichter einpflegen zu können.

  • Grobentwürfe in Präsentationen: Soweit es möglich ist, bereite ich für die erste Abstimmung mit dem Kunden bereits grobe Entwürfe vor. Vor allem für Kunden, die nicht täglich mit IT-Themen zu tun haben, ist es damit leichter, die Anforderungen an das Produkt zu formulieren. Auch die weiteren konzeptionellen Schritte lassen sich leichter ableiten. Da ich für Abstimmungstermine ohnehin immer eine Powerpoint Präsentation vorbereite, kann ich mich innerhalb einer Anwendung bewegen, wenn ich hier auch die Scribbles erstelle.
    Scribble Powerpoint

    Scribble Powerpoint

  • Grobe Prozess- oder Strukturentwürfe: Auch erste Skizzen für Prozesse und Strukturen, wie z.B. Bestellabläufe oder Seitengerüste lassen sich schnell und einfach in Powerpoint darstellen.

Schnellcheck Powerpoint Scribbles

  • https://products.office.com/de- de/professional
  • Für Grobe Scribbles im Rahmen von Präsentationen, Grobentwürfe für Abläufe und Strukturen
  • ab ca. 500,- EUR aktuelle Version Microsoft Office Paket, Office 2010 reicht aber auch (100,- EUR).
  • Positiv: Schnell und übersichtlich, kann direkt in Präsentationen verwendet und bearbeitet werden, Vielzahl anderer Verwendungsmöglichkeiten.
  • Negativ: Keine vordefinierten Scribble-Elemente, geringe Wiederverwertbarkeit von Elementen

 

Axure

Axure ist für große Projekte mittlerweile meine erste Wahl. Das Programm ist komplett darauf ausgelegt, umfangreiche Webprodukte und Apps zu scribbeln. Die Einarbeitung fällt relativ leicht. Auch dynamische Elemente lassen sich leicht erzeugen.

  • Für Oberflächen-Feinkonzept in umfangreichen Projekten, da es eine Menge Zeit spart:
    • Für Standard Interface-Elemente gibt es Vorlagen
    • Elemente, die man häufiger verwendet, kann man einmal zentral anlegen und danach wiederverwenden
    • Für dynamische Elemente, wie die Navigation, gibt es fertige Elemente. Damit fällt viel manueller Pflegeaufwand weg.
    • Es gibt Mechanismen, um das Verhalten von responsive Designs einfach im Prototyp zu zeigen.
  • Interaktive Prototypen: Mit wenig Aufwand kann man aus seinen Scribbles einen interaktiven Prototypen erstellen, den man für die Abstimmung mit dem Kunden nutzen kann oder für Usability-Tests.
  • Einfaches Teilen von Prototypen: Prototypen können direkt auf einen Server von Axure hochgeladen werden. So haben auch Kunden schnellen und einfachen Zugriff auf die Prototypen.
Scribble Axure

Scribble mit Axure

Schnellcheck Axure Scribbles

  • http://www.axure.com/buy
  • Feinkonzeption auch umfangreicher Projekte, interaktive Prototypen
  • 289,- US$ Standard Version, Pro Version 589,- US$. In der Pro Version könnt ihr Anmerkungen in die Scribbles eintragen und im Team an Projekten arbeiten.
  • Positiv: Einfache Bedienbarkeit, viele Konzeptionsvorlagen, Elemente wiederverwendbar, automatische Navigation, Prototypen einfach erstellen.
  • Negativ: Bei Kunden noch nicht sehr verbreitet. Falls die Anforderung besteht, Quelldateien weiternutzen zu können, ggf. Kompatibilitätsproblem.

 

Visio

Visio hat mir jahrelang treue Dienste für Scribbles geleistet. Der Vorteil ist, dass man das Programm für weit mehr als Scribbles einsetzen kann. Viele Kunden arbeiten zudem schon mit diesem Programm, so dass sie eure Scribbles bei Bedarf weiter bearbeiten können. Der Nachteil ist der Preis. Die Shapes für Benutzeroberflächen sind leider nur in der Professional Variante enthalten, die in der aktuellen Version 740,- EUR kostet. Ich selbst arbeite noch mit der 2010 Version, die völlig ausreicht und um einiges günstiger ist. Zum Kauf dieses Programms würde ich euch nur raten, wenn ihr noch andere Funktionen in Visio nutzt oder eure Kunden mit diesem Programm die Scribbles weiter bearbeiten wollen.

  • Scribbles für Benutzeroberflächen: Wie ihr in den Screenshots unten sehen könnt, hat Visio Professional etliche Shapes für grundlegende Elemente von Benutzeroberflächen. Standardoberflächen könnt ihr damit problemlos gestalten. Es gibt allerdings keine Hilfsmittel, um dynamische oder web-spezifische Elemente zu erstellen. Die Bedienung ist nicht annähernd so komfortabel, wie in Axure.
    Scribble Visio

    Scribble Visio

  • Use Case Diagramme, Workflows und Sitemaps: Neben Scribbles setze ich Visio für folgende weitere Konzeptionsaufgaben ein: Use Case Diagramme, Workflows und Sitemaps.
    Visio Workflow

    Visio Workflow

    Visio Use Case Diagramm

    Visio Use Case Diagramm

Schnellcheck Visio Scribbles

 

OmniGraffle für iPad

Die OmniGraffle App fürs iPad nutze ich, um Scribbles für Apps und mobile Webseiten zu erstellen. Man hat ein besseres Gefühl für das Format und die Dimensionen, wenn man direkt auf dem späteren Ausgabegerät entwirft. Mit einem Preis von 50,- € ist das die teuerste App, die ich jemals gekauft habe. Der Preis ist aber vertretbar, da die Bedienung der App komfortabel ist und man auch noch viele andere Diagrammarten gestalten kann (z.B. als Ersatz für Worksflows und Sitemaps in Visio).

Scribble Omnigraffle für iPad

Scribble Omnigraffle für iPad

Schnellcheck OmniGraffle Scribbles

  • https://www.omnigroup.com/omnigraffle
  • Scribbles für mobile Apps und Webseiten
  • 49,- EUR
  • Positiv: Einfache Bedienbarkeit, universelles Tool für vielfältige Aufgaben. Direkter Bezug zum Ausgabegerät.
  • Negativ: Medienbruch, falls Entwürfe am PC weiter verwendet werden.

 

Photoshop

Photoshop war zwar das erste Programm, das ich für Scribbles verwendet habe, heute benutze ich es dafür fast nicht mehr. Warum? Die Bearbeitung von Scribbles in Photoshop ist wesentlich aufwändiger, als z.B. in Axure. Photoshop bietet auch nur wenig spezifische Unterstützung für die Erstellung von Scribbles. Heute nutze ich es nur noch dann, wenn das Screendesign die konzeptionellen Überlegungen beeinflusst, z.B. wenn nur ein einzelnes Seitenelement neu gestaltet wird oder das Screendesign (aus welchen Gründen auch immer) vor der Konzeption steht.

Scribble Photoshop

Scribble Photoshop

Schnellcheck Photoshop Scribbles

  • http://www.adobe.com/de/products/photoshop.html
  • Scribbles, wenn das Screendesign schon feststeht
  • 23,79 pro Monat im Abo für die Vollversion. Zum reinen Scribbeln reicht aber auch Adobe Photoshop Elements für einmalig rund 80,- €
  • Positiv: Pixelgenaue Entwürfe, viele Grafikfunktionen
  • Negativ: Höherer Zeitaufwand für Erstellung, da keine Scribble-Optimierung

 

Fazit: Welches Scribble Tool empfehle ich?

Wenn ihr viele Scribbles erstellt…

legt euch Axure zu. Das Preis-Leistungsverhältnis ist klasse und es beschleunigt eure Arbeit ungemein.

Wenn ihr nur gelegentlich Scribbles erstellt…

nutzt das, was ihr schon habt: Powerpoint, Photoshop, Visio, Gimp, was auch immer. Denn dann lohnt sich die Anschaffung eines zusätzlichen Tools meistens nicht. Vor etlicher Zeit hatte ich auch mal das völlig kostenlose Scribble Plugin Pencil für Firefox vorgestellt. Damit kommt man auch sehr weit.



Gekaufte Facebook Fans und Likes erkennen 1

Ich werd den Eindruck nicht los, dass die Facebookseiten mit, nennen wir es „überdurchschnittlicher“ Aktivität durch gefälschte Facebook Fans und Likes in letzter Zeit deutlich zugenommen haben. Wenn es ein lokales Ein-Mann-Unternehmen schafft, ohne große Marketingaktivitäten und ohne überdimensionalen privaten Freundeskreis in 2 Wochen 500 Facebook Likes einzusammeln, riecht das schwer danach, dass der Aktivität mit Geld nachgeholfen wurde. Derartige Angebote sind im Internet ohne Probleme zu finden und preislich so attraktiv, dass es sich selbst kleinste Unternehmen leisten können, ihre Fangemeinde um eine dreistelligen Zahl anzuheben.

Warum macht man das? Klar: eine Seite mit vielen Likes wirkt (zumindest aktuell noch) populär und was viele andere gut finden, dem schließt man sich selbst auch schneller an. Falls ihr diesem Schwindel nicht aufsitzen wollt, gibt es hier 3 Kriterien, anhand derer ihr mit ziemlicher Sicherheit gefälschte Facebook-Aktivitäten erkennen könnt:

1. Aktivität auf der Seite im Verhältnis zu den Fans

Schaut euch zunächst mal an, was auf der Seite passiert:

  • Wie sieht das Verhältnis von Fans zu Likes, Kommentaren, Shares und Besuchen aus. 602 Fans aber nur 3 Likes zu einem Beitrag ist relativ wenig. Natürlich ist die Aktivität der Fans nicht jeden Tag gleich, schaut deswegen auf jeden Fall mehrere Beiträge durch.
  • Auffällig ist auch, wenn die Aktivität in den Posts sehr abrupt ansteigt (z.B. von 3 Likes pro Post auf über 500 in 2 Wochen), ohne dass es einen Anhaltspunkt in der Seite gibt über eine besondere Marketing-Aktion (wo, wenn nicht auf Facebook müsste die auftauchen…).
  • Auch wenn eine Seite dauerhaft eine geringe Aktivität hat, kann es ein Hinweis sein, dass die Fans kein echtes Interesse haben, sondern nur dafür bezahlt wurden, den Like Button zu drücken. Natürlich kann das auch ein Zeichen dafür sein, dass die Inhalte für die echten Fans nicht interessant sind, was natürlich auch nicht besser ist…
Anzahl Facebook Fans im Verhältnis zu Likes in Beiträgen

Anzahl Facebook Fans im Verhältnis zu Likes in Beiträgen

2. Wer ist in den Beiträgen aktiv?

Während man die Liste der Fans einer Seite in der Regel nicht einsehen kann, könnt ihr bei den Beiträgen sehen, wer aktiv ist. Es ist ja nicht so, dass man nur Likes für die Facebookseite kaufen kann, es gibt natürlich auch gekaufte „aktive Nutzer“, die regelmäßig die Beiträge liken oder teilen. Öffnet also mal die Liste der Likes und geteilten Inhalte und achtet auf Folgendes:

  • Herkunft: Anhand der Namen erhaltet ihr einen ersten Anhaltspunkt über die Herkunft der Likes. Ein Klick in das Profil der Personen gibt weiteren Aufschluss darüber, woher die Person kommt: Ist der Wohnort angegeben? In welcher Sprache verfasst die Person ihre Beiträge?
  • Interessen: Weniger konkret aber umso wichtiger ist das Interessensprofil (Fotos, Beiträge, Likes, Orte,…), das Anhaltspunkte liefern kann, ob die Person tatsächlich ein Interesse an der Seite haben kann. Fans einer SEO-Agentur, die weder eine eigene Firma haben, noch in der IT-Branche arbeiten (Indikator: Katzenfotos im Profil…) können keinesfalls einen Großteil der Fans ausmachen.
  • Auffälligkeiten im Profil: Fehlende Fotos oder Informationen, blocken von Freundesanfragen kann ebenfalls darauf hindeuten, dass es sich um ein bezahltes Profil handelt (Systemadministratoren ausgeschlossen…)

Wie gesagt, diese Analysen sind vage aber wenn ihr euch ein paar Profile durchschaut, erkennt ihr bei gefälschten Seiten relativ schnell ein Muster.

Deutlich wird das am Beispiel einer kleinen deutschen SEO-Agentur, die einen kurzen Beitrag über ihre Arbeitsweise gepostet hat – nett gemacht aber nicht spektakulär. Bei rund 1.000 Fans der Seite schaffte es der Beitrag auf fast 500 Likes, also jeder 2. Fan hatte auf Like geklickt. Schaut man sich die Likes genauer an, stellt sich heraus, dass die Mehrzahl der Likes aus dem nicht-deutschsprachigen Raum oder von deutschsprachigen Damen mittleren Alters kommen, deren Kerninteresse nicht unbedingt die Suchmaschinenoptimierung zu sein scheint (außer man kann damit mittlerweile seine Bejeweled Blitz Ergebnisse verbessern…). 😉

Fake Facebook Beiträge und Aktivität

Fake Facebook Beiträge und Aktivität

Auch bei den Shares ist das Bild eher einseitig:

Fake Share auf Facebook

Fake Share auf Facebook

Stern TV hat neulich über dieses Thema berichtet und eigentlich ein ganz nützliches Tool gebaut: den Stern TV Facebook Like Check, mit dem man ermitteln konnte aus welchen Ländern die Fans einer Facebook-Seite kommen. Für diese Seite stammen 88,2% aller Fans aus Deutschland. Das hat mich etwas stutzig gemacht, da die händische Überprüfung einen deutlich höheren Anteil nicht-deutschsprachige Profile ergeben hat. Stern TV hat auf Nachfrage eingeräumt, dass der Facebook Like Check aktuell nicht mehr sauber funktioniert, da Facebook die notwendigen Daten nicht mehr zur Verfügung stellt (warum bloß…). Es bleibt also momentan nur die manuelle Überprüfung.

3. Kommentare checken

Auch die Qualität der Kommentare liefert Anhaltspunkte, ob die Fans tatsächlich bei der Sache sind. Für oben genanntes Beispiel gab es folgende drei Kommentare:

Fake Facebook Kommentare

Fake Facebook Kommentare

Unser indischer Fan war auch hier wieder aktiv, mit dem global und universell einsetzbaren Kommentar „Very nice“. Die beiden übrigen Kommentare „Cool…“ und „Na ja…“ sind eher… kurz gehalten oder anders gesagt: echte Euphorie, auf die eine 50% Like Quote hindeutet, sieht anders aus.

Was spricht gegen gekaufte Facebook Fans und Likes?

Auch wenn es sich verlockend anhört, sich relativ günstig einen ganzen Schwung Fans auf die Facebook-Seite zu holen, es gibt 3 Dinge zu berücksichtigen:

  • Eventuell Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht: Das Landgericht Stuttgart hat vergangenen Monat gekaufte Facebook Fans mit gekauften Produktbewertungen gleichgesetzt und als irreführende Werbung bewertet. Damit ist es ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht (aktuell allerdings noch nicht rechtskräftig, da in Berufung).
  • Laut Facebook AGB untersagt: Zumindest sagt Facebook, dass die AGB so zu lesen sind.
  • Weniger Sichtbarkeit bei echten Facebook Fans: Ebenso gravierend ist, dass ihr euren echten Fans viele Beiträge vorenthaltet und die echte Aktivität auf der Seite noch geringer wird. Facebook zeigt eure neuen Beiträge zuerst einem kleinen Teil der Fans an. Erst, wenn es Anzeichen gibt, dass der Beitrag für die Fans interessant ist (Likes, Shares, Kommentare), wird der Beitrag weiteren Fans angezeigt. Wenn ihr also sehr viele inaktive Fans habt, sinken eure Chancen, dass die echten Fans eure Beiträge sehen (und ihr müsst noch mehr falsche Fans kaufen…) Das gleiche Phänomen kann übrigens auch auftreten, wenn man die Facebook-internen Werbemaßnahmen nutzt.

Fazit

Die reine Anzahl an Facebook-Fans sagt nichts darüber aus, wie erfolgreich euer Geschäft ist. Wenn ihr nur 200 Fans habt, mit denen ihr euer Geschäft erfolgreich betreiben könnt, ist das völlig in Ordnung. Der Kauf von Facebook-Likes bringt rechtliche Probleme und kann eure Performance bei den echten Fans nach unten ziehen. Also Finger weg davon! Verteilt das Geld lieber in Form von Gutscheine an eure echten Interessenten.


Usability der Kommandozeile

„Inga – eine ganz andere Frage: würdest Du command line interfaces als benutzerfreundlich bezeichnen? Ich meine ja – aber meine Kollegen sind zum Teil anderer Ansicht.“

Wie so oft ist die Antwort ein eindeutiges „es kommt darauf an“. Die Diskussion dreht sich darum, ob eine Datenbankabfrage per Kommandozeile benutzerfreundlicher ist, als eine Datenbankabfrage per grafischer Oberfläche (in diesem Fall SPSS). Schauen wir uns die Eingaben mal an.

So sieht die Abfrage per Kommandozeile (incl. Ergebnis) aus:

Datenabfrage Kommandozeile

Und das ist der Weg in der grafischen Oberfläche (die gelben Kreise entsprechen Mausklicks):

Datenbankabfrage grafische Oberfläche SPSS

Datenbankabfrage grafische Oberfläche SPSS

Der Eingabe von 40 Zeichen auf der Tastatur stehen somit 5 Mausklicks gegenüber. Das allein lässt allerdings noch keine Aussage über die Benutzerfreundlichkeit zu. Schauen wir uns die Kriterien der Benutzerfreundlichkeit im Detail an:

  • Erlernbarkeit (learnability): Der Lernaufwand für die Kommandozeilensyntax ist höher als für die grafische Oberfläche. Statt eines Klickwegs (was Benutzer in der Regel auch aus anderen Programmen kennen) muss ich mir bisher vermutlich unbekannte Syntax merken (wen die Details interessieren: hier eine Übersicht der wichtigsten R-Befehle).
  • Einprägsamkeit (memorability): Für viele Menschen ist es schwieriger, sich die Syntax einer Kommandozeile zu merken, als den Weg in der grafischen Oberfläche. In der grafischen Oberfläche kann ich mich anhand der sichtbaren Menüstruktur eher zum Ziel durchklicken. Diese Anhaltspunkte habe ich in der Kommandozeile nur begrenzt, ggf. hilft mir die Tab Vervollständigung an manchen Stellen weiter. Die Unterschiede verstärken sich, wenn man das System nur gelegentlich nutzt.
  • Effizienz (efficiency): Hier kann die Kommandozeile ihre Vorzüge voll ausspielen, denn wenn ich die Syntax kenne, bin ich mit der Texteingabe in jeden Fall schneller, als mit (Minimum) 5 Mausklicks.
  • Fehlertoleranz (error tolerance): Das kann man aus den Screenshots allein nur schwer rauslesen, hat in diesem Fall aber auch weniger mit der Art der Eingabe zu tun, sondern mehr mit den Sicherungen, die eingebaut sind, um z.B. ungewollte Riesenabfragen zu starten, die das komplette System lahmlegen. Ebenfalls nur mit einem Usability Test oder einer Befragung würde man rauskriegen, ob Anwender die Abfragen korrekt eingeben. Die Gefahr, die Abfrage falsch zu formulieren, besteht allerdings in beiden Systemen.
  • Nutzerzufriedenheit (user satisfaction): Anwender fühlen sich am sichersten und wohlsten, womit sie sich bereits auskennen. Haben die Anwender bisher ausschließlich mit grafischen Oberflächen gearbeitet, wird der Einstieg in die Kommandozeile in den meisten Fällen eine Einstiegshürde darstellen. Das Gleiche gilt aber auch für Anwender, die sich mit der Kommandozeile gut auskennen. Sie empfinden eine grafische Oberfläche oft umständlich und langsam und tun sich häufig leicht damit, einen Satz Befehle zu lernen.

Was man aus den Screenshots allein nicht rauslesen kann, ist die Frage, wie die Nutzer mit den Ergebnissen weiter arbeiten. Könnte ich in der grafischen Oberfläche z.B. meine komplette Analyse abbilden, müsste dagegen bei der Kommandozeile zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln, beeinträchtigt dies natürlich ggf. die Effizienz und damit auch die Zufriedenheit.

Diese kurze Analyse zeigt, dass es verschiedene Nutzertypen gibt, für die einzelne Aspekte der einen oder anderen Lösung besser oder schlechter geeignet sind. Die eingangs gestellte Frage würde ich also eher umformulieren in „FÜR WEN ist die Kommandozeile bzw. die grafische Oberfläche die benutzerfreundlichere Lösung?“. Hier meine Antwort:

Die Kommandozeile ist geeignet für…

  • Anwender, die diese Art der Abfrage häufig nutzen. Die Eingabe ist schneller, damit wird der höhere Einarbeitungsaufwand ausgeglichen. Durch die regelmäßige Nutzung fallen zudem die Nachteile der Einprägsamkeit weg.
  • Anwender, die sich eine Kommandozeilensyntax leicht einprägen können oder ungern mit grafischen Oberflächen arbeiten.

Die grafische Oberfläche ist geeignet für…

  • Anwender, die die Abfragen selten nutzen. Der Effizienzvorteil der Tastatureingabe ist für diese Zielgruppe geringer oder kann sogar ins Gegenteil umschlagen, da sie die Syntax zwischenzeitlich eher wieder verlernen und sich eventuell sogar komplett neu einarbeiten müssen.
  • Anwender, die sich schwer tun, eine Kommandozeilensyntax zu lernen oder sich in einer grafischen Oberfläche sicherer fühlen
  • Anwender, die weitere Arbeitsschritte in der grafischen Oberfläche erledigen und die Daten dort eventuell direkt weiterverarbeiten können.

Wer es richtig wissenschaftlich mag, kann sich diesen Artikel von Knauff und Nejasmic anschauen: An Efficiency Comparison of Document Preparation Systems Used in Academic Research and Development. Hier wird die Nutzung von Word vs. LaTex beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten untersucht.


Neue Kundenwebseite online: nagelstuebchen.info

Und wieder ist eine neue Kundenwebseite online: www.nagelstuebchen.info – das Nagelstübchen in Rheinstetten-Forchheim. Monika Bier und ihr Team verwöhnen ihre Kunden in den Bereichen Hand- und Fußpflege, Kosmetik, Wellness und Gesundheit.

Webdesign Nagelstübchen Rheinstetten

Das Webdesign wurde aus dem bereits vorhandenen Logo, Flyer und der Einrichtung der Behandlungsräume abgeleitet.

Werbematerialien Nagelstübchen

Erstmalig kamen die neuen Design-Vorlagen von Jimdo zum Einsatz, die zum einen ein modernes Layout und gleichzeitig eine optimale Anpassung auf verschiedene Ausgabegeräte bieten:

Nagelstübchen mobile Ansicht

Inhalte und Eckdaten des Projekts:

  • Übertragung der bestehenden CI auf das Webdesign
  • Entwurf der Seiten- und Inhaltsstruktur
  • Einbau des bestehenden Textmaterials
  • Einbau des Bild- und Fotomaterials
  • Umzug der bestehenden Domain
  • Einrichtung der E-Mail-Adressen
  • Einrichtung der Facebook- und Google+ Seiten
  • Training in Pflege der Webseite und Social Media Marketing Beratung
  • Erstellt mit dem Jimdo Homepage-Baukasten
  • Projektstart: 29.09.2014, Abnahme: 21.10.2014

Neue Kundenwebseite online: www.martina-heyd-jilg.com

Unter www.martina-heyd-jilg.com ist vor wenigen Tagen die neue Webseite der Künstlerin Martina Heyd-Jilg aus Ettlingen online gegangen. Die Inhalte und das Webdesign der bisherigen Internetpräsenz von Frau Heyd-Jilg wurden in das Jimdo-System umgezogen. Erweitert wurde die Seite um einen Online-Shop, in dem man ausgewählte Werke der Künstlerin erwerben kann. Alle Inhalte der Website und des Online-Shops sind auch als optimierte Version für Smartphones verfügbar.

Webseite Martina Heyd-Jilg Ettlingen

Inhalte und Eckdaten des Projekts:

  • Übertragen der bisherigen Inhalte und des Webdesigns in das Jimdo-System
  • Anpassung der Website für die Anzeige auf mobilen Geräten
  • Einrichten des Online-Shops (Vorlagentexte, Zahlungsarten, Versandoptionen incl. europäisches Ausland)
  • Umzug der Domains
  • Training in Pflege der Webseite und Betrieb des Online-Shops
  • Erstellt mit dem Jimdo Homepage-Baukasten
  • Projektstart: 02.07.2014, Abnahme: 10.09.2014

Sony SLT A58 – eine echt spezielle Nutzererfahrung 13

Das ist jetzt ein bisserl off-topic aber doch auch wieder ein gutes Beispiel dafür, wie vielschichtig die Qualität und Nutzererfahrung eines Produkts ist. Bin vor einem halben Jahr von meiner Lumix FZ150 auf die digitale Spiegelreflexkamera Sony SLT A58 umgestiegen. Die A58 ist als Einsteigerkamera gedacht und was die Bedienung und Menüführung angeht, gibt es auch wirklich nix zu meckern ABER… wenn man etwas mehr aus der Kamera rausholen will, beginnt ein Höllenchaos, was Zubehör und Anschlüsse angeht. Nachdem ich selbst stundenlang recherchiert habe, möchte ich hier meine Erfahrungen mit euch teilen, vielleicht sparts euch ja den einen oder anderen Nerv:

  • Blitz für die A58
  • Fernauslöser für die A58
  • Entfesseltes Blitzen mit Softbox
  • Lightroom Tethering

sony a58 vorne

Blitz für die A58

Eine der größten Hürden im Umgang mit der A58 ist die Frage nach dem passenden Blitz, denn die A58 hat nicht mehr den alten Sony/Minolta Blitzschuh, sondern den neuen ISO-kompatiblen Multi-Interface-Schuh:

sony a58 multi interface shoe

Beim Blitz-Kauf heißt es deswegen aufpassen, denn Blitze, die aktuell als passend für Sony-Kameras beschrieben sind, passen zwar meistens auf den alten Sony/Minolta Schuh, nicht aber auf die A58. Einfacher wird es, wenn die passenden Modelle explizit genannt werden. Die A58 wird hier zwar nie aufgeführt, ein Blitz, der aber z.B. auf die A37 passt, passt definitiv NICHT direkt auf die A58. In dieser Anfangsverwirrung hab ich mir den Metz 52 AF-1 Blitz in der Sony-Variante gekauft:

metz blitz 52 af1

Super Blitz, passt nur leider nicht direkt auf die A58. Hier der Anschluss des Metz:

metz 52 af1 anschluss unten

Man kann diesen Blitz trotzdem nutzen, braucht dazu allerdings den Adapter ADP-MAA von Sony (schlägt mit 30 EUR zu Buche) – der wird uns nachher übrigens noch ganz schön ärgern…:

sony blitz adapter adp maa

Der Anschluss des Adapters unten sieht so aus:

sony adapter adp maa anschluss unten

Blitz zusammen mit Adapter sieht so aus und funktioniert direkt auf der Kamera wunderbar:

metz 52 af 1 mit sony adapter adp maa

Achtung! Mittlerweile gibt es einen weiteren Blitzschuhadapter von Sony mit der zusätzlichen runden Steckerbuchse für externe Blitze (keine Ahnung, wie das genau heißt, dazu schweigt sich die Sony Webseite leider aus – auch ein ganz gewaltiges Manko: echt armselige Webseite und Dokumentation). Und ja: man kann natürlich auch den original Sony-Blitz für 650,- EUR kaufen, der passt auf jeden Fall…

Fernauslöser für die A58

OK, Blitzhürde erst mal genommen. Nächste Anforderung: Fernauslöser für die A58. Wollte ein paar Fotos von mir für den Blog schießen ohne jedes Mal zur Kamera rennen zu müssen. Dachte immer, das sei Standardzubehör für Kameras, nicht so für die A58.

Dummerweise hat die A58 keinen Infrarotsensor mehr, so dass ein klassischer Fernauslöser hier nicht funktioniert. Der Sony-Support empfahl mir das hier: Kabelauslöser für 70,- EUR und sensationell umwerfenden 88cm Kabel oder die Möglichkeit per PC und Remote Camera Control auszulösen. Für meinen Anwendungsfall heißt das, dass ich entweder nur meine dicke Nase in den Blog stellen kann oder auf jedem Bild mein Laptop zu sehen ist. Arghhh…

Zum Glück gibt es seit einigen Wochen die RCCDroid App vom RCCDroid-Team um Bernhard Glensk, die Android-Nutzer zumindest aus der Entfernungsmisere befreit und handlicher ist, als ein Laptop. Zusammen mit zwei Kabeln und dem Smartphone, kann ich mich jetzt zumindest schon 5m von der Kamera wegbewegen – mit dem Kabelgedöns zwar immer noch keine clevere Lösung für Selfies aber immerhin schon mal etwas besser:

sony a58 fernauslöser mit rccdroid pro app2

Für den Anschluss des Smartphones an die Kamera braucht ihr folgende Kabel:

sony a58 fernausloeser kabel

An der Kamera drückt ihr den „Menü“ Knopf. Im Reiter „Einstellungen“ (der mit dem Schraubenschlüssel) geht ihr auf Seite 2 und stellt „USB connection“ auf „PC remote“. Sobald die Kamera angesteckt und eingeschalten ist, könnt ihr über die RCCDroid App die Kamera einstellen und auslösen. Die Bilder werden direkt auf dem Smartphone angezeigt und auch dort gespeichert.

sony a58 fernauslöser mit rccdroid pro app

Kosten: 7,50 EUR für das lange Kabel, 6,- EUR für den Adapter, die Basisversion der App ist kostenlos. Nix 70,- EUR für 88cm…

sony a58 fernausloeser mit rccdroid pro app

Entfesseltes Blitzen mit Softbox

Beflügelt vom Erfolgserlebnis des günstigen Fernauslösers wollte ich das gesparte Geld gleich weiter investieren in eine Softbox und einen Funkauslöser, um für Portraits ein weicheres Licht zu bekommen. Die Softbox hatte ich beim Workshop neulich ausprobiert, super handlich und hochwertig: die SMDV Strobist Speedbox Softbox 60cm . Das Stativ war noch übrig von einem Satz Studioleuchten…

16 SMDV Strobist Speedbox Softbox 60cm

Schwieriger wurde es wieder mal mit dem Blitz. Der Metz mit Adapter passt zwar problemlos in die Halterung der Softbox, fernauslösen funktioniert allerdings nur, wenn auch der interne Blitz der A58 geöffnet ist:

Slave Blitz auslösen über den eingebauten Blitz der A58

  • An der Kamera im P, A, S oder M Modus die „FN“ Taste drücken, „Flash Mode“ auswählen, dann „WL“ für „wireless“ auswählen
  • Eingebauten Blitz der A58 öffnen
  • Am Metz Blitz den Modus „Slave“ wählen.

Geht einfach, hat aber den Nachteil, dass man das Motiv zusätzlich zur Softbox immer auch mit dem eingebauten Blitz anblitzt. Einige Beleuchtungsszenarien, wie z.B. reines Seitenlicht, lassen sich so nicht realisieren.

Slave Blitz auslösen über Funkauslöser
Hier kann der Blitz unabhängig vom eingebauten Blitz der A58 ausgelöst werden. Allerdings braucht man dazu noch eine Funkauslöser. Yeah! Wieder ein Teil, das in Kombination von Sony und dem Multi-Interface-Schuh schwer zu bändigen ist. Nachdem selbst der Fachhändler unschlüssig war, was hier funktioniert, hab ich mal wieder ordentlich viel gelesen:

  • Yongnuo RF-602 funktionieren wohl zwar auf Sony Kameras (siehe Forum hier…), hier sind Sender und Empfänger aber unterschiedliche Geräte. Beim RF-603 kann dagegen jede Komponente Sender oder Empfänger sein.
  • Yongnuo RF-603 funktioniert auf Sony scheinbar nur, wenn man einen Widerstand einlötet (Anleitung hier im Forum) – bevor ich allerdings an was rumlöte, müsste ich mir erst ordentlich einen reinlöten. Definitiv keine Lösung …
  • Am Ende gekauft: Yongnuo RF-603II: die Nikon-Version N1, Canon-Version sollte aber auch funktionieren. Passt ohne Adapter auf die A58, aber…

Yongnuo Blitzausloeser RF 603NII

funktioniert leider nicht mit dem Metz 52 AF-1 in Kombination mit dem Sony Adapter ADP-MAA – Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh…. Im Keller zum Glück noch einen uralten Blitz von der analogen Spiegelreflex gefunden und siehe da, so funktioniert es!

Yongnuo Blitzausloeser mit altem Blitz

Haken an der Sache: der alte Blitz hat genau 0 Einstellmöglichkeiten, d.h. ich muss alles über die Kamera regeln. Mal schauen, wie weit ich damit komme. Falls es jemand hilft: so sieht der Anschluss des alten Blitzes aus, ein einfacher Mittenkontakt:

Anschluss am alten Blitz

Lightroom Tethering

Ja klar, nach all diesen Hardware-Torturen musste es zur Abwechslung dann doch auch mal ein Software-Problem sein: die A58 mit Lightroom tethern (also Fotos direkt nach der Aufnahme auf dem Laptop anzeigen). Eigentlich geht man dazu in Lightroom einfach ins Menü Datei -> Tether-Aufnahme -> Tether-Aufnahme starten. Nicht so mit der A58. Hier muss man zunächst die Software „Remote Camera Control“ von Sony installieren:

Screenshot Sony Remote Camera Control

Die Software kommt in gewohnt armseliger Sony-Gestalt und Funktionalität daher – hab ich aber nicht anderes erwartet, bin ja leidgeprüfter Sony-Kunde mit Laptop und Smartphone und egal, was die an Software liefern, es ist einfach immer übel. Egal…

Um die Fotos jetzt direkt in Lightroom anzuzeigen, geht ihr so vor:

  • Verbindet die Kamera über USB-Kabel mit dem PC/Laptop.
  • An der Kamera unter Einstellungen „PC remote“ auswählen (wie beim Fernauslöser)
  • Gebt im Remote Camera Tool unter „Speichern unter“ einen Ordner an, in den die Fotos direkt von der Kamera importiert werden sollen.
  • In Lightroom öffnet ihr das Menü Datei -> Automatisch importieren -> Einstellungen für automatischen Import.
  • Hier wählt ihr bei „Überwachter Ordner“ den Import-Ordner aus dem Remote Camera Tool aus und kopiert die Bilder an eine beliebige Stelle weiter.

Wenn ihr jetzt ein Foto macht, öffnet es sich direkt in Lightroom. Warum einfach, wenns auch umständlich geht…

Sonstiges Zubehör

Folgendes Zubehör habe ich mir darüber hinaus noch gekauft und bin zufrieden damit:

Objektive

  • Kit-Objektiv 18-55mm
  • Tele: Tamron SP 70-300mm
  • Makro: Sigma 105mm, 1:2,8 DG Makro HSM
  • Weitwinkel: Sigma 10-20mm 1:3,5
  • Sony SAL50F18 1,8 / 50mm SAM

Objektive für Sony a58

Dann noch ein Lastolite Aufheller/Reflektoren Set, einhändig mit 8 verschiedenen Oberflächen:

lastolite einhändiger Aufheller und Reflektor

Und zu guter Letzt noch was, um den ganzen Schlunz zu schleppen: der Lowepro Flipside 400 Fotorucksack. Klasse an dem Rucksack ist, dass man ihn über den Hüftgurt nach vorne drehen kann und man unterwegs so eine Arbeitsfläche zum Wechseln der Objektive hat.

lowepro fotorucksack

Mein Fazit

  • Wenn nochmal jemand die A58 eine Einsteigerkamera nennt, dann tret ich ihn.
  • Sony, wenn ihr eine Einsteigerkamera baut, dann sollte das GESAMTE Handling der Kamera auch für Einsteiger geeignet sein.
  • Wer es gerne exotisch und weltoffen mag, für den ist die A58 bestens geeignet. Ich lese Foren mittlerweile in 4 Sprachen.
  • Die A58 ist eine klasse Kamera aber die Zubehör-, Feature- und Informations-Politik von Sony schränkt den Spaß am Produkt doch schwer ein. Bin halbwegs guter Dinge, dass sich das nach dem Zusammentragen des Equipments legt. Erste Fotos mit der A58 findet ihr hier: https://www.flickr.com/photos/87942234@N00/

Präsentation Entwicklertag Karlsruhe 2014

So, hier gibts jetzt auch noch meine Präsentation vom Entwicklertag zum Download:

Download Präsentation Karlsruher Entwicklertag 2014:
Jetzt helfe ich mir selbst: Usability Tests schnell und günstig

Inga Klas Entwicklertag Karlsruhe 2014

Hier nochmal die Kernpunkte der Präsentation:

Wie schafft man es in schnell getakteten, agilen Entwicklungsprojekten Usability Tests durchführen, wenn weder das Budget für eine Agenturbeauftragung da ist, noch ein Usability-Experte an Bord? Die Antwort: Entwickler, Projektleiter oder Product Owner führen den Test selbst durch. Alle notwendigen Grundlagen sind in der Präsentation zusammengefasst:

  • Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, um einen Usability Test selbst durchzuführen?
  • Welche Fragestellungen kann ich mit einem Usability Test beantworten?
  • Was kann ich testen (Papierprototypen, HTML-Prototypen, Zwischenstände der Entwicklung,…)?
  • Wen hole ich ins Boot, um einen Test durchzuführen?
  • Wie stelle ich einen Leitfaden für einen Usability Test zusammen, worauf muss ich beim Formulieren der Fragen achten?
  • Wo bekomme ich Testpersonen her und wie viele Testpersonen brauche ich?
  • Was muss man sonst noch vorbereiten (Incentives, Datenschutzerklärung, Screenshots, Testdurchlauf…)?
  • Wie zeichne ich einen Usability Test auf?
  • Wie bereite ich den Testraum vor?
  • Was muss ich im Umgang mit Testpersonen beachten?
  • Wie moderiere ich einen Usability Test?
  • Wie werte ich einen Usability Test aus?

Für den ersten Usability Test sollte man mit einem Aufwand von 4-5 Tagen rechnen, um alle notwendigen Dokumente vorzubereiten. Bei weitere Tests kommt man dann ungefähr mit der Hälfte der Zeit aus.


Usability Tests schnell und günstig – Mein Vortrag beim Karlsruher Entwicklertag 2014

Wann: 22.5.2014
Wo: Beim Karlsruher Entwicklertag

Um was geht es?
Beschreibung auf der Homepage des Entwicklertags
Wie kann man bei knapper Zeit und/oder knappem Budget einen Usability Test mit einfachen Mitteln durchführen? Der Vortrag gibt einen Crashkurs zu den Themen:

  • Was ist ein Usability Test?
  • Was kann ich mit einem Usability Test rausfinden?
  • Wie bereite ich einen Usability Test vor?
  • Wie rekrutiere ich Testpersonen?
  • Wie moderiere ich einen Usability Test?
  • Wie werte ich einen Usability Test aus?
  • Worauf muss ich im Umgang mit Testpersonen achten?

Ziel ist es, Entwicklern, Projektleitern, Produktmanagern und anderen Projektbeteiligten das Grundwissen an die Hand zu geben, um einen Usability Test selber durchführen zu können.