Social Media


Unter dem Begriff Social Media versteht man Angebote im Internet, bei denen sich Personen, Organisationen und Firmen vernetzen und Inhalte und Nachrichten austauschen können. Die bekanntesten Social Media Angebote sind Facebook, Twitter und YouTube. Für Unternehmen sind diese Angebote als Werbekanäle interessant. In diesem Fall spricht man vom so genannten „Social Media Marketing“.

In welchen Sozialen Netzwerken es sich für Ihre Firma lohnt, aktiv zu werden, hängt davon ab, welche Produkte oder Services Sie anbieten und welche Zielgruppe Sie erreichen wollen. Die Pflege eines Social Media Kanals erfordert Zeit, wenn Sie die Aufgabe an Dritte abgeben auch Geld, so dass Sie sich genau überlegen sollten, wo Sie aktiv werden. Konzentrieren Sie sich zu Anfang besser auf einen oder zwei Kanäle, anstatt Ihre Aktivitäten über viele Kanäle zu streuen.

Mittlerweile bezieht Google die Aktivität auf Social Media Kanälen in das Google Seitenranking Ihrer Webseite mit ein. Vielen Menschen dient Google mittlerweile als Ersatz für die Gelben Seiten um Produkte oder Dienstleistungen zu finden. Sie sollten im ersten Schritt deswegen auf jeden Fall bei den beiden größten Anbietern Facebook und Google+ vertreten sein. Hier erreichen Sie aktuell die größte Zielgruppe über 25 Jahren quer über alle gesellschaftlichen Gruppen.

Facebook – Hier sind die Nutzer

Beispiel Facebook-Seite

Beispiel Facebook-Seite

Auch wenn die jüngere Generation nicht mehr so stark auf Facebook aktiv ist, wie noch vor ein paar Jahren, bleibt das Netzwerk nach wie vor die Nummer 1, was Reichweite angeht. In Deutschland gibt es rund 28 Mio. Nutzer, die sich über alle Alters- und gesellschaftliche Gruppen verteilen. Hier können Sie mit regelmäßigen Neuigkeiten über Ihre Firma und ihre Produkte oder sehr beliebt auch über Gewinnspiele mit Ihren Kunden in Kontakt bleiben.

Google+ – Keine Nutzer aber gut fürs Google Ranking

Beispiel Google+ Seite Suchergebnis

Beispiel Google Suchergebnis

Google+ hat in Deutschland ca. 4 Mio. Nutzer, allerdings sind diese bis auf eine kleine, eher technik-affine Gruppe nicht sehr aktiv. Es lohnt sich trotzdem, diesen Kanal zu pflegen, da er der direkte Draht zur Google Suchmaschine ist und ihr Suchmaschinen-Ranking verbessert. Mit dem so genannten „Google MyBusiness“ Service können sich Firmen eine Seite bei Google+ erstellen und sie in ähnlicher Weise nutzen, wie eine Facebookseite. Bei Firmen mit einem lokalen Bezug, z.B. ein Ladengeschäft, erscheinen Sie mit Ihrer Google+ Seite auch in den Suchergebnissen bei Google in der hervorgehobenen Kartenansicht (siehe Bild oben).

YouTube – große Reichweite aber aufwändig

Beispiel YouTube

Beispiel YouTube

Gute Videos können sich rasant auf YouTube verbreiten (z.B. die Werbespots von Edeka). Ein gutes Video kostet allerdings viel Zeit und, falls Sie eine Agentur damit beauftragen, auch viel Geld. Im Idealfall schaffen Sie es, dass Ihre Kunden Videos für Sie erstellen, in denen Sie z.B. Produkte vorstellen oder Hilfestellungen geben.

Sonstige Kanäle

  • Twitter: Hier erreichen Sie Ihre Kunden mit Kurznachrichten bis zu 140 Zeichen. Der Dienst wird häufig von jungen und/oder technik-affinen Menschen genutzt. Twitter ist der Geburtsort der Hashtags (#hashtag). Hashtags sind Schlagworte, denen ein „#“ vorangestellt wird. Beiträge zum selben Schlagwort kann man so einfach finden.
  • Instagramm und Pinterest: Bei beiden Diensten stehen Fotos und Videos im Mittelpunkt. Beide Dienste sind auf die Nutzung per Smartphone zugeschnitten und werden überdurchschnittlich von der Zielgruppe unter 30 Jahren genutzt.
  • XING und LinkedIn: Sind Netzwerke, um sich im beruflichen Umfeld zu vernetzen (XING im deutschsprachigen Raum, LinkedIn international). Vor allem für Kontakte mit Geschäftspartnern im B2B Bereich sind diese Netzwerke interessant.
  • Bewertungsportale: Bewertungsfunktion für Unternehmen findet man mittlerweile integriert in vielen Social Media Diensten. Sie sollten aber auch ein Auge auf Portale haben, die sich auf Ihre Branche spezialisierte haben, wie z.B. Yelp (ehemals Qype), Restaurant-Kritik oder Tripadivsor. Sollten Sie eine schlechte Bewertung erhalten, gehen Sie konstruktiv mit der Kritik um: treten Sie mit dem Autor in Kontakt, bieten Sie beispielsweise einen Ersatz oder Rabatt beim nächsten Besuch an oder erläutern Sie, falls Missstände beseitigt wurden.

Nach diesem Überblick kann es auch für Sie losgehen! Ich berate Sie, welche Social Media Kanäle für Ihr Unternehmen passend sind und begleite Sie beim Einstieg in die Arbeit mit den Kanälen als Werbemittel. Ich zeige Ihnen außerdem Methoden, wie Sie den Erfolg Ihrer Social Media Aktivitäten messen.


„Focus on how to be social, not on how to do social.”
Jay Baer

Checklist Social Media

Relevant für alle Unternehmen
Eine Firmenseite in diesen Netzwerken ist vergleichbar mit einem Eintrag in den Gelben Seiten.

Social Media Deluxe
Gute Videoinhalte sind zeit- und kostenintensiv, haben aber eine große Reichweite über alle Altersgruppen.

Technik-affine Menschen
Vertreiben Sie Produkte oder Servicecs für technik-affine Menschen erreichen Sie diese am besten über:

Junge Menschen
Zielgruppen unter 25 Jahren erreichen Sie am besten mit Videos, Bildern und kurzen Texten:

Visueller Schwerpunkt
Branchen mit starkem visuellen Bezug, wie Mode, Design oder Beauty, erreichen Sie am besten mit Foto-Diensten.