Tägliche Archive: Januar 6, 2011


Wacom Bamboo Fun

Ist ja nicht so, dass Grafikdesign zu meinen Kernkompetenzen zählt, allerdings bastel ich doch gern von Zeit zu Zeit mal ein wenig damit rum. Seit längerem liebäugle ich schon mit einem Grafiktablett. Nachdem mir meine lieben Ex-Kollegen einen dicken Amazon-Gutschein zum Ausstand geschenkt haben, hab ich mir das hier gegönnt:

Das Wacom Bamboo Fun Pen & Touch

Hiermit eröffne ich nun auch die erste Kategorie in meinem Blog: UX Reviews. Hier werde ich mit euch teilen, was mir im Alltag an Beispielen gelungener oder weniger gelungener UX begegnet. Die Idee kam mir, als ich das Wacom ausgepackt habe. Das allein hat nämlich schon Spaß gemacht:

1. Verpackung sieht gut aus:

2. Die Verpackung spricht mich sogar freundlich an:

3. Das Produkt sieht klasse aus und fühlt sich prima an (Foto siehe oben)

4. Keine lange Installationsanleitung, sondern nur das Wesentlich (eine Männer-taugliche Anleitung sozusagen… 😉 ):

5. Und dann noch dieses nette Detail: Eine Lasche aus Stoff als Stifthalter. Textilien an technischen Geräten finde ich eine total coole Kombination ;-):

6. Der Produktbereich im Web ist sehr übersichtlich, gut kategorisiert und designer-tauglich gestaltet. Upsell und Selfcare sind auch sehr gut integriert:

Ich würde meinem Ruf als UX-Nörgler nicht gerecht, wenn ich nicht auch noch hier ein paar Haken finden würde… 😉

1. USB-Kabelsalat: Der sieht nicht nur unschön aus, sondern behindert mich auch bei der Platzierung des Geräts auf dem Tisch:

2. Passwortvergabe für den Produktbereich im Web. Hier soll ich ein Passwort mit mehr als 10 (ja zehn!) Zeichen eingeben. Ich kenne niemanden, außer paranoiden Sysadmins, der derart lange Passwörter verwendet. 98% aller Benutzer (Schätzung meines Bauchs) verwenden ohnehin immer dasselbe Passwort, das garantiert nicht länger als 8 Zeichen ist (das Geburtsdatum, falls es nicht „Passwort“, der Vorname, der Nachname oder der Name der Katze ist). Diese Beschränkung sollte man dem Kunden an dieser Stelle nicht zumuten, da es die Wahrscheinlichkeit der Registierung und des erfolgreichen Wiedereinloggens verringert.

Jetzt stellt sich natürlich noch die Frage, wie sich das Gerät bedienen lässt. Kurz gesagt: ungewohnt aber sehr intuitiv. Definitiv nichts, was man ohne Üben hinbekommt. Aber dafür gibt es auch etliche nette Trainingsprogramme auf der beiliegenden CD. Hab gestern während ich telefoniert habe ein wenig gekritzelt (das was ich sonst auf dem Papier nebenbei machen würde 😉 ). Hier die ersten Ergebnisse:

Das erste nenne ich Frau Holle auf dem Donnerbalken:

Danach kam das Alien-Ding:

Und noch was Abstraktes:

Fazit: 6 UX Bonuspunkte, 2 UX Minuspunkte. Insgesamt ein tolles Gerät, dessen sich der Benutzer allerdings erst noch würdig erweisen muss ;-).